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Von Bäumen, Steinen, Schafen: Ein portugiesisches Wintermärchen

Farbenzeit

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So sah mein Bildschirm am Morgen aus. Ein Zeichen?

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Ich hatte mir ja selber eine kleine Reise geschenkt.
Weil es, wie manche wissen, einen Anlass gab und ansonsten:
braucht man den wirklich?
Der Resturlaub mußte weg und langsam wurde es ja mal Zeit, vom Festland mehr als nur Porto und Lissabon zu sehen.
So sollte es also ein paar Tage nach Portugal gehen.
Der Norden hätte mich am meisten gereizt, aber in Anbetracht der Jahreszeit habe ich mich dann für etwas mildere Gegenden entschieden.
Als ersten Anlaufpunkt wählte ich Evora. Ich wollte meinen Fahrer nicht überstrapazieren
und die allerersten Planungen hatte ich auch zugunsten kürzerer Etappen schon verworfen.
Das historische Städtchen wurde uns von Freunden schon empfohlen, ganz klar wollte ich auch die berühmte Knochenkapelle sehen.

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Im diesigen, regnerischen Deutschland fiel der Abschied nicht schwer,
auch am Flughafen Lux war es so, wie man den Winter hier kennt.


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Die Bauarbeiten schreiten langsam voran. Im Gebäude selbst (noch) gähnende Leere. Angenehm.

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Kontrolle aller Papiere und Nachweise, sehr sorgfältig.

Wir sind früh dran.

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Ach ja, da war ja noch was...

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Wir haben sooo viel Zeit und sind entspannt.

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Das erste Mal seit Langem mal wieder ein unbekanntes Reiseziel.

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Den ersten Abschnitt der Reise kennen wir gut.

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Dann über den Wolken...natürlich blauer Himmel und eitel Sonnenschein.
Ein bisschen Schnee unterwegs, gehört sich ja.

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Der Anflug auf Lissabon, immer wieder schön.

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Und wir landen inmitten blühender Landschaften.

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Die Sonne strahlt, es ist angenehm temperiert.
Geradezu ein Zeitsprung in den Frühling.

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Auch hier im Flughafen noch alles ruhig.
Und wir sehen: hier sind wir richtig!

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Mein Lieblingsmensch ist doch nervös, die Autofahrt durch die Großstadt erscheint ihm (trotz viel Erfahrung) suspekt.

Erst brauchen wir aber das Gefährt.
Wir zuckeln (ich mit meinem neuen komfortablen 4Rollenkoffer!)
Richtung Parkhaus.

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Firefly ist gebucht, mal sehen, wo wir das finden.
Der Mietwagen war sehr günstig (bei Recherchen um Weihnachten rum sollte er noch ein Mehrfaches kosten).
Aha, da ganz hinten, bei Hertz.
Ok, hier nur Rückgabe, der Schalter befindet sich IM Aeroporto...also wieder retour.

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Naja, ein bisschen Beine vertreten nach dem Flug ist ja nicht verkehrt.
So, da wären wir. Alles geht reibungslos.

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Nun zum Wagen, die obligatorischen Beweisfotos der vorhandenen Schäden.
Wir hoffen natürlich, dass es dabei bleibt.
Und dann geht's los.
 
Erst dachte ich ja, mensch, wieso ein Kombi??? Aber es war dann doch bequem, mit dem ganzen Gerödel.
Wir sollten ja noch oft damit herumkutschieren.
Irgendwie hat A. dann auch aus dem Gewirr an Straßen die Ausfahrt gefunden,
eine Ehrenrunde gab's noch.

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Auch ich war eingespannt, das Knipsen machte ihn jetzt doch etwas nervös...

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Und raus aus der Stadt.

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Dann also auf zu neuen Horizonten.

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Eine spannende Sache: wir fahren ÜBER die 17 km lange Schrägseilbrücke
Ponte Vasco da Gama,die 1998 eröffnet wurde.

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Es war wunderbar! Das Licht, die neuen Ansichten bekannter Szenen.

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30 die andere Seite.jpg


Mein Chauffeur hatte leider nix davon, ich mußte ihm später die Fotos zeigen.
Und diese doofe Geländer *gg*. Egal. Es hat mich sehr fasziniert.
Das Glitzern der Sonne auf dem Wasser, die Muschelsucher auf der andern Seite, einfach ein tolles Erlebnis.

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Die Autobahn sehr entspannt zu fahren (ha, ich hab gut reden), kaum Verkehr.

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Ein bisschen wie der Blick in eine bessere Zukunftsvision...

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Hinweise.

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Gerade nicht vonnöten:

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Nun die erste Mautstation. Ja, wir haben uns das teure Gerät gegönnt,
es geht einfach super easy damit.

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Und dann, so plötzlich!!! Die ersten Nester auf den Masten.
Viel zu schnell vorbeigerauscht.

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Und Wein, immer wieder.

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Da ich jetzt noch nicht ahne, was alles noch kommt,
knipse ich begeistert ein paar Schäfchen in der Ferne.

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Was sind denn das für Schreberhütten? Nein, Hundezwinger!
Auffangstation, Tierheim oder Jagdhunde? Keine Ahnung.

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Es gibt auch Kühe, sehr beruhigend.

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und da sind wieder ganz viele...
so witzig, das endlich mal live zu sehen.
Kannte ich ja nur aus dem Forum.
Wie so Einiges, was noch folgen sollte,

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Und dann, die Landschaft ändert sich ein wenig.

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Erste Korkeichen. Eukalyptusbäume.

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Diese Gefahr kann man nun gar nicht ernst nehmen gerade...

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Aber hier: ganz alte Geschichte mit verfallenen Häusern und neuen Gebäuden,
alles auf einem Fleck. Schön.

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Es gibt soooviel zu sehen.

Kakteenplantagen.

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Immer wieder die schicken Tore zu den Anwesen.


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Überall Orangenbäume.


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Und wie sollte ein Restaurant hier anders heißen?

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Wir machen einen ersten Stop, Grundbedürfnisse sollen erfüllt werden.
Hier werden Hunde angefreundet.

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Zapfenstreich:

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Und beim Eintritt in den Supermarkt quellen mir die Augen über.

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Ich bin im Paradies!
Von den Monsterweinflaschen hatte ich ja schon gelesen.

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Dann der Käse...und der Fisch...und überhaupt.

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Aber wir können natürlich nicht alles mitnehmen.
Leider...

60 tudo.jpg


Hier soll es doch auch ein castelo geben.
Dann gucken wir mal, dafür sind wir ja schließlich unterwegs.

61 associacao.jpg
62 castelo.jpg
63 resistentes.jpg


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Ja. Da geht's hinauf.
 
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Das Licht wird geradezu märchenhaft, wie es durch die Bäume scheint.
Und so grün.





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Man kann sich gar nicht sattsehen.
Hier hat die Mandelblüte schon begonnen. Zartes Weißrosa immer wieder.

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Da! Ein Hinweis. Ich will unbedingt die prähistorischen Steine sehen.
Hier könnte es langgehen.
Wir biegen ab.

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"Leider" nur weitere hübsche Landschaftseindrücke.
Ok, schon mit Steinen.

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Manchmal kreuzt auch ein Storch.

85 Storch kreuzt.jpg


Dann taucht das Aqädukt auf!

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Und wir haben das Etappenziel erreicht!
 
Dann sind wir in der Stadt.
Das Navi kommt allerdings nicht ganz klar mit der Verkehrsführung...
Da wo's reingehn soll, Poller. Also, neben den Tempelsäulen ;).

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Netterweise verabschiedet sich nun auch der Händi-Akku.
Die restliche Urlaubsstimmung des Fahrers verpufft, ebenso das Tageslicht.
Noch dreimal um den Block.
Wir lassen den Wagen irgendwo stehen und rollern Richtung Hotel.
Aha. Parkplatz. Hintereingang.

91 sie haben ihr Ziel erreicht.jpg


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Auf's Klingeln kommt ein telefonierender Herr, öffnet uns und leitet uns per Handzeichen reichlich Treppen hoch zur Rezeption.
Da wäre also der Haupteingang gewesen.
Nach dem er dann das Ferngespräch beendet hat, begrüßt er uns sehr freundlich. Unsere Daten hatte ich schon vorab geschickt.
Er spricht mich auf meinen Geburtstag an, wir bekommen den Parkplatz umsonst und als Extra eine kleine Flasche Taylors Port.
Ein bisschen Deutsch hat er mal versucht zu lernen, es aber aufgegeben. Zu schwer. Die Wörter sind so lang (klar, der Portugiese lässt ja die Hälfte der Buchstaben weg...)!
Es folgt noch die Erklärung zum Haus: im Mittelalter war dies die Wohnstatt einer reichen Familie, später ein Kloster und dann das erste Hotel der Stadt.
Wir folgen ihm zu den gemieteten Räumlichkeiten. Es geht nochmal alle Treppen runter, die Suite liegt hinter einem kleinen abgeschlossenen Hof.
Ach watt schön.
A. stößt sich erstmal den Kopf blutig am Türsturz...

Und das Zimmer ist halt ein Traum. Das wollte ich unbedingt haben.
Man gönnt sich ja sonst nix.

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Eingebaut in die alten Gemäuer, mit Gewölben.
Im Sommer könnte man dann noch die kleine Terrasse draussen genießen.
Dennoch müssen wir wieder los, das Auto holen.

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Nach ein paar Schlenkern finden wir dann auch die Einfahrt.
So, angekommen. Händi an die Ladestation, die wichtigsten Sachen abstellen.
Nun geht's los, die Gassen erkunden und ein nettes Lokal finden.
 
geht auch mit Navi! :-D. "Was hat sie jetzt gesagt/die wievielte...???"
Und manche Straßen haben ja keine Namen.
Ich hab dann irgendwann auch mal die gute alte Landkarte ausgepackt.
Ich denke jedes Mal: "Hättest du doch noch die alte Karte eingepackt!":mad:
Wir hatten auf der Fahrt von Peniche zum Flughafen bzw. der Mietwagenstation ebenfalls "spannende" Runden durch die Vororte Lissabons.;)
Klar-Auch mal interessant. Aber dann lieber ohne Zeitdruck.
Wobei ich da auchgrundsätzlich entspannter bin als der Fahrer :p
 
Es geht vorbei an Lädchen,

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kleinen Kunstwerken,

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"Allerlei" mit Kuckucksuhr

97 allerlei.jpg


und einer Kirche.
Es ist die Igreja da Misericórdia, wie ich später erlese.
Da werfen wir doch mal einen Blick rein.
Einen vorsichtigen zunächst...

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Von außen eher schlicht, zeigt sich drinnen ein Wunder der azulejo- Kunst.
Unglaublich schöne Fliesen, ein Traum in Blauweiß.
Und Gold, ohne das geht ja auch gar nicht.

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Dennoch treibt uns der Hunger weiter.
Überall schicke Fassaden, es wird auch viel renoviert.

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Aussagekräftige Schilder

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nicht immer so ganz aktuell

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aber hier im Club ist Modernes angesagt:

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Sehr schön auch dieses Stillleben:
da hat einer den Spruch beherzigt und sein Bier stehen lassen.

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Wir biegen in die größeren Straßen ein, hier geht es recht lebendig zu.
Ein übriggebliebener Weihnachtsengel schwebt über allem.

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Diese Dosenläden finden sich wohl auch überall...

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Ein Tipp für eine Restaurantgasse hatten wir ja im Hotel bekommen,
aber bisher war noch nicht das Passende dabei.
Alles hübsch, aber auch nicht so speziell, wie wir das mögen.

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Weiter geht's, die Füße fangen doch langsam an zu klagen.

Ah, dies hier würde die vielen Bauarbeiten erklären, die Stadt wird "aufgehübscht".
Hoffentlich nicht übertrieben.

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Das möge der Himmel verhüten.

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Hier dürfen noch verschiedene Zeitzeugnisse über- und nebeneinander bestehen:

114 öfter mal was neues.jpg


115 blau.jpg


Am Praça do Giraldo stehen wir vor der Igreja de Santo Antão.
Und einem Bunnen aus Marmor, mit 8 Wasserdüsen, die die 8 Straßen symbolisieren, die auf den Platz zulaufen.

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Wird es Zeit, den nackten Tatsachen ins Auge zu sehen...

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und gibt es heute vielleicht nur Kastanien zu essen?

118 Kastanien.jpg
 
Ach ja, Karneval steht ja auch vor der Tür!

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Hinter einer solchen gibt's noch kleine Einblicke.

119 Einblick.jpg


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Endlich finden wir ein Hinweisschild zu einem Restaurant,
es geht in eine sehr ruhige und dunkle... Seitengasse.
Hoffentlich keine Touristenfalle.
Dann stehen wir vor einem kleinen hübschen, ganz einfachen Lokal mit einer überschaubaren, günstigen Karte.
Jawoll, das soll es sein.
Wir treten ein und werden vorbildlich nach den Impfzertifikaten gefragt.
Kein Problem, ich hab die App, die Karte (mein Liebster wollte keine, wozu, er hat ja sein Händi) und nochmal alles auf Papier.
Tja, SEIN smartes Phone hängt an der Ladestation auf dem Zimmer...
Also müssen wir leider draußen bleiben und treten den Rückweg an.
Nicht ganz frohgemut, wie Ihr Euch denken könnt.

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Dann sind wir wieder auf dem Zimmer,
nochmal los wollen ich und meine Füße nicht mehr.

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Aaaaber- ich habe ja für alle Fälle Brot, Käse, Wein dabei.
Die kluge Frau baut vor...

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Irgendwann entlädt sich allerdings noch die Anspannung des Tages...

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...bevor wir dann recht erschöpft ins tolle Bett fallen.

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@Farbenzeit schade, vielleicht hätte ich einen Restaurant Tipp für meine Märzreise bekommen.
Das wäre mir mit meiner Frau nicht passiert. Wenn wir momentan irgendwo hingehen, kommt vorher dieser Spruch: "Denk daran Dein Smartphone aufzuladen." Und wenn wir in das Auto einsteigen: "Hast Du Dein Smartphone dabei?" ;)
Ein
Teste für mich mal dieses Restaurant in Evora: :)
 
Zuletzt bearbeitet:
@wpau: im Auto war es ja dabei und aufgeladen, nur nach der Fahrt eben leer...und er geht sonst NIE ohne irgendwo hin (ich bin ja der Händiverweigerer...)...ich lade mal sicherheitshalber sein Zertifikat mit bei mir auf.
So, nun erstmal Brötchen verdienen, sonst kann gar nix getestet werden :-D.
 
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